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Da surf ich so mir nichts/ Dir nichts durchs Netz und suche nach meiner Domain. Wo werde ich genannt, wo fällt mein Name. Ich weiß, nicht die fortschrittlichste Methode, aber eine schöne Art und Weise einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Dann stoß ich da aber auf diesen einen Blog, der genau meinen Namen verwendet. Gleiche Schreibweise, gleiche Trennzeichen und vor allem! ein ähnliches Fachgebiet. Ihr könnt euch meine Augen vorstellen. Schluss mit Seele baumeln lassen. Also google ich weiter und finde einen Fotografen im fernen Australien, einen Webdesigner in Polen, einen Grafikdesigner im arabischen Raum und und und… Insgesamt bin ich so auf mehr als 6 Ergebnisse gestoßen, die mir (in dem Fall mein Firmenname) und meinem Geschäftsumfeld sehr ähneln.

Was nun?!

Im ersten Moment schießt der Puls mal in die Höhe. Sollte ich mich damals bei der Domain- und Namensrecherche so verschaut haben? Das kann nicht sein. Unmöglich! Naja, unmöglich ist es nicht. Schließlich verwendete Google damals einen anderen Suchalgorythmus, als heute. Vielleicht fand ich die Seiten damals einfach nicht. Vielleicht waren die bei mehreren Seiten Ergebnissen ganz hinten gelistet oder noch gar nicht gelistet?!

Recherchieren

Alles was mir jetzt übrig bleibt, ist recherchieren. Suchmaschinen mit Anfragen quälen, Freunde, Bekannte, Verwandte und Anwälte kontaktieren und ausquetschen und alle Ergebnisse erst einmal zusammenkritzeln.

Der Sturm im Wasserglas?

So langsam entsteht also ein Bild. Ich muss meinen Namen schützen, bevor es ein anderer tut. Panik macht sich breit. Erste Ansagen und Vermutungen lassen hier die Geldscheine nur so durch die Hände rinnen. Einen nächsten klammen Monat schon vor Augen, kommt die entscheidende Nachricht. Alles halb so wild. Ich spüre nun, wie sich der Puls minütlich wieder beruhigt.

Die Fakten:

Einen Anwalt brauch ich nicht für eine Markenanmeldung.Es wird empfohlen, alles über einen Patentanwalt zu regeln. Dieser kostet – je nach Aufwand, Recherche,Folgeaktionen und Reaktionen – ab 500,- Euro aufwärts. Die Registrierung bzw. Anmeldung des Namen selbst kostet ab 300,- Euro aufwärts. Mehr Informationen zu den Gebühren der reinen Anmeldung gibts auf der Webseite dpma.de, des deutschen Patent- und Markenamtes. GANZ WICHTIG, für die Anmeldung ist hierbei die “Klassifikation von Nizza“. Hier wird erläutert, nach welchen Klassifizierungen der Name eingetragen wird. In dem angegebenen PDF wird deutlich erklärt, wie welche Klassifizierung ausgewählt wird. Wer Beamtendeutsch kann, kann hier gleich loslegen. Wer den Durchblick hat, kann sofort das PDF ausfüllen und absenden. Wer keinen Durchblick hat, sollte hier die Hilfe des Anwalts in Betracht ziehen. Das empfehle ich! Denn Beamtendeutsch ist kompliziert.  

Fazit

Jeder, der irgendwie freiberuflich unterwegs oder Inhaber einer Firma ist, sollte den Namen des Unternehmens schützen lassen. Allein rechtlich sind die Chancen bei weitem höher, als ohne Namensschutz. Gerade in Zeiten des Abmahnwahns ist man immer bestens bedient, was einen Schutz, sowohl der Marke, als auch das Logo angeht. (Bestes Negativbeispiel bietet hier übrigens Jack Wolfskin, die vor Jahren alles abmahnten, was irgendwie eine Pfote im Logo hatte, weil die sich das Design der Pfote schützen ließen. )   Also, Freiberufler, Inhaber und Selbstständige. Ran an den Monitor und ans Telefon und gleich mal schlau machen. Meine Schutzanmeldung läuft quasi schon. Und mal ehrlich – so ein kleines ® am Logo – das sieht schon irgendwie toll aus.    

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